Herzlich Willkommen

Sachverstand in Musik und Professionalität im Umgang mit Medien. Diese Kombination ist seit 2011 das Qualifikationsziel der B.A./M.A.-Studiengänge Musikjournalismus, die 2016 mit hervorragenden Noten für weitere sieben Jahre reakkreditiert wurden.

Schwerpunkt Klassik – Bachelor und Master

Seit dem Wintersemester 2010/11 können Studierende in Dortmund einen in dieser Form und Intensität einzigartigen Ausbildungsgang durchlaufen, seit 2012 wird der Bachelor um einen vertiefenden Master ergänzt. Der Studiengang, eine Kooperation des Instituts für Musik und Musikwissenschaft und des Instituts für Journalistik, zielt auf die Anforderungen speziell in der Vermittlung von "anspruchsvoller Musik" in Klassik, Film, Jazz oder Pop. Auf dieser Grundlage lernen die Studierenden das technische und methodische Handwerk kennen, um Medien in Bezug auf Musikkultur anwenden, kritisch zu hinterfragen und erforschen zu können.

Verzahnung von Theorie und Praxis

Wie Medien funktionieren und wie Musik in Medien vorkommt, wird nicht nur theoretisch erforscht: Das Verstehen von Funktionsweisen geht zusammen mit eigenen Konzerteinführungen oder Podiumsdiskussionen, dem Verfassen von Programmhefttexten, Kritiken und Beiträgen. Angewandter Musikjournalismus mit Schwerpunkt "Klassik" in Radio, Online, Print und TV findet vor allem in den multimedialen Redaktionen von terzwerk statt, dem Herzstück des Studiengangs.

Integraler Bestandteil beider Studiengänge sind mehrmonatige Praktika in journalistischen Redaktionen oder musiknahen Institutionen wie Opern- und Konzerthäusern. Seit 2015 kann man sich in Kooperation mit dem Kulturradio WDR 3 auf ein mehrteiliges "Volontärspraktikum Musik" bewerben.

Spezialisten gesucht

Mit ihrem ausdifferenzierten Konzept reagieren die Dortmunder Studiengänge Musikjournalismus auf eine Professionalitätslücke im Kulturjournalismus: Der Doppel-Qualifikation Musik und Medien begegnet man in der Praxis bislang selten. Wer sich in beiden Bereichen auskennt, dem steht ein weites Feld des Arbeitsmarktes offen, auch jenseits des klassischen Musikjournalismus. Gesucht sind Musiksachverständige, die schreiben und reden können, die die Regeln des journalistischen sowie des Vermittlungshandwerks beherrschen.

Mögliche Berufsfelder nach dem Studium

  • Musikjournalismus (Print / Radio / TV)
  • Moderation (Radio / TV / Events)
  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (z. B. Konzert- und Opernhäuser)
  • Marketing (z. B. Künstleragenturen)
  • Dramaturgie (z. B. Konzert- und Opernhäuser, auch Festivals)
  • Künstlerisches Betriebsbüro (z. B. Konzert- und Opernhäuser)
  • Artist & Repertoire (z. B. Labels)

So berichten andere über die Dortmunder Studiengänge Musikjournalismus


"Sie produzieren jede Woche eine einstündige Radiosendung für den Uni-Kamal eldoradio* – auch in den Semesterferien! –, drehen ein Fernsehformat, publizieren im Internet und schreiben Opern- und Konzertkritiken. Sehr junge Leute, die für klassische Musik brennen und viel dazu zu sagen haben: Es gibt sie tatsächlich." aus: "Junge Klassiker", Das Orchester, Mai 2017.


"Klug konzipierte, ausdifferenzierte und erfolgreiche Lehrangebote (...) Besonders im Gespräch mit den Studierenden sowie während der Visite in der Lehrredaktion war es ausgesprochen überzeugend, in welchem Maße Praxisrelevanz nicht nur postuliert, sondern tatsächlich gelebt wird." – Gutachtergruppe AQAS, 2016


"Ihr Unterrichtsplan liest sich wie eine Anleitung zur Interdisziplinarität : montags Medienrecht, dienstags Gehörbildung und Harmonielehre, dann Ästhetik, mittwochs 'Nachricht und Bericht', donnerstags Musikgeschichte, Klavierunterricht und die eigene Klassiksendung Terzwerk im Campusradio, freitags 'narrative Darstellungsformen', danach Stimmbildung. Schon in der Eignungsprüfung mussten die Kandidaten musikalische Grundkompetenz nachweisen, später wird ihnen auch die Kenntnis von Terzverwandtschaften und Zwölftonstrukturen abverlangt. Soll keiner sagen, da schreibe einer über neue Partituren, die er nie entziffern könnte!" Musikjournalismus: Gute Noten" - ZEIT.de, Januar 2011


Erfahrungsberichte von (ehemaligen) Studierenden

  • Christopher Warmuth

    Christopher Warmuth

    "Es war in einer WG-Küche. Eine Handvoll MuJos wollten in einen feinen Elektroschuppen nach Essen zum Abzappeln. Absurd ist vielleicht für Außenstehende, dass Mozarts "Cosi fan tutte" zum Vorglühen lief und auf einmal Simone Kermes zu "Per Pieta, Ben Mio, Perdono" anhob. Erst merkte es in der Gossip-Geschwätzigkeit keiner. Aber dann kam diese eine Stelle, in der uns allen die Kinnlade herunterfiel und fast Stille war. Ein ganz feiner Oktavsprung mit einem minimalen Schleifen in der Stimme. Solche Momente bekommt man vielleicht nur im Dortmunder Studiengang. Es ist eine kleine, feine Gemeinschaft aus Musikliebhabern. Essentiell ist: ein eigener Kopf, Anpackwillen, Arbeitswut, Leidenschaft und Teamfähigkeit."

    Christopher Warmuth lebt und arbeitet als freier Musikjournalist in Berlin. Er schreibt u.a. bei FAZ, FAS, niusic, Rondo und concerti. (noch Fragen? Schreiben Sie Christopher eine E-Mail)

  • Maria Gnann

    Maria Gnann

    "Dortmund? Ruhrgebiet?? Herrjemine... Graue Tage, flaue Nächte und eine Universitätsbibliothek, die zum Grausigsten gehört, was ich je gesehen habe. Trotzdem habe ich die Wahl nie bereut. Denn hier gibt es Chancen wie Sahnebonbons im Schlaraffenland. Hat man den Hintern hochgehievt, kann man moderieren, interviewen, schreiben, musikwissenschaftlern, Formate erfinden, daran scheitern oder wachsen so viel man möchte – bei Online, Radio oder TV. Diskussionen sind im Studiengang immer heiß begehrt (vielleicht dauern sie manchmal etwas lange), Kreativität blubbert aus (fast) allen Köpfen und lustig wird‘s, wenn die Musikjournalisten zu gemütlichen Abenden zusammentreffen, denn scheinbar gibt es viel zu viele Streber unter uns, sodass nach der ersten Flasche Wein peinlicherweise das Anstimmen von Dominantseptakkorden versucht wird...

    Mittlerweile bin ich im Master angekommen und stelle vor allem fest, wie sehr mir die stetigen Reflexionen und Gespräche über angemessene, zeitgemäße (!) Vermittlung von klassischer Musik weitergeholfen haben. Praktika bei der Badischen Zeitung, arte, dem SWR, den Berliner Philharmonikern und im Wiener Konzerthaus haben mir das bestätigt und gezeigt, dass Gedanken dazu nicht nur in den klassischen Medien benötigt und gewünscht werden. Momentan arbeite ich beim Deutschlandfunk in der Musikredaktion, kann mir aber auch vorstellen, in Richtung Musikmanagement zu gehen und bin gespannt, wohin mich die stete Auseinandersetzung mit dem Thema noch führen mag." (noch Fragen? Schreiben Sie Maria eine E-Mail)